Sicher bei Facebook unterwegs

Das inzwischen weltweit bekannte und beliebte soziale Netzwerk Facebook bietet einige ungeahnte Möglichkeiten für eine Neuordnung unseres sozialen Lebens. Der „arabische Frühling“ hat 2011 gezeigt wie mächtig soziale Vernetzungen im Internet sein können. Über Facebook bleiben inzwischen ganze Generationen ehemaliger Schulklassen weiter in Kontakt, finden sich neue soziale Gruppen durch gemeinsame Interessen oder starten junge Unternehmen ihren wirtschaftlichen Erfolg. Doch genau hier sollte jeder Facebook-Nutzer aufpassen und sich der Gefahren, denen die persönlichen Daten im Netzwerk unter Umständen ausgesetzt sind, ebenso bewusst sein, wie der unzähligen Vorteile.

Der öffentliche Auftritt – stilvoll und vorsichtig

Grundsätzlich gilt, dass das Internet ein öffentlicher Raum ist. Dementsprechend sollte sich jeder so darin bewegen, wie er das auch auf der Straße tut. Dort passen wir sehr gut auf, dass wir unsere persönlichen Papiere sicher verstaut haben, dass nicht jeder unsere Gespräche mit Freunden hören kann oder wir Wildfremden mitteilen, wo wir wohnen.

Genau diese natürliche Vorsicht sollte auch das Verhalten auf Facebook widerspiegeln. Wer sich im sozialen Netzwerk ein Profil einrichtet, möchte sich in erster Linie mit Freunden verbinden oder neue Freunde finden. Freunde sind Menschen, denen wir im realen Leben vertrauen, weil wir sie kennen. Und nur ihnen teilen wir Dinge mit, die wir vor Fremden verbergen.

Das eigene Profil privat halten

Mit diesem Bewusstsein sollte das Facebook-Konto angelegt werden. Dazu gehört z.B. auch, dass die Privatsphäre-Einstellungen nicht einfach dem Facebook-Standard folgen. Denn dieser ist ziemlich freizügig in Bezug auf die eigenen Daten. Wieviel dieser Daten der Nutzer im Netzwerk speichern will, ist seine erste wichtige Entscheidung. Facebook zwingt niemanden zur Preisgabe seines Alters oder zum Hochladen fragwürdiger Party-Fotos.

Sollen dennoch sensible Daten mit Freunden geteilt werden, sollten diese auch so eingestellt werden. Hierzu lohnt es sich über die Privatsphäre-Einstellungen des Accounts jeden Bereich des Profils gründlich auf dessen öffentliche Einsicht zu überprüfen. Ein „nur ich“ macht Inhalte nur für einen selber sichtbar. Die Option „Freunde“ hingegen zeigt die Inhalte allen Personen auf der Freundesliste. „Freunde von Freunden“ ist schon ein weiteres Netzwerk, das nicht mehr hundertprozentig vom User übersehen werden kann und sollte nicht für hochsensible Daten wie die Wohnanschrift gewählt werden.

Einladungen nicht vorschnell zusagen heißt, sich vor Spam und Betrug schützen

Vorsicht ist auch bei allen Apps geboten, zu denen unterschiedliche Quellen über Facebook einladen. Jedes Mal, wenn ein App angenommen wird, sollte der Nutzer deshalb genau überprüfen, auf welche Daten die Anwendung zugreifen möchte. Wenn hier ein ungutes Gefühl auftaucht, sollte auf die Anwendung lieber verzichtet werden. Solche Apps nehmen sich nämlich unter Umständen das Recht, später im Namen des Users auf anderen Pinnwänden zu posten.

Auch vor Betrügern sollte sich jeder im anonymen Datendschungel in Acht nehmen. Facebook unterstützt bis heute, dass sich nur Personen miteinander verbinden, die sich auch im realen Leben kennen. Wer Freundschaftsangebote von Wildfremden erhält, sollte sich genau überlegen, ob und warum er diese annehmen will. Bei der Ablehnung überprüft Facebook dann, ob diese Person unbekannt ist und wer hier „ja“ anklickt, erhält künftig keine Einladungen mehr aus dieser Quelle.

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