Was ist Spyware?

Bei Spyware handelt es sich, wie der Namen schon sagt, „Spy“ (Spion) und –ware von Software, um eine Spionagesoftware, auf deutsch auch Schnüffelsoftware genannt, die nur einen Zweck hat: das Verhalten des PC-Nutzers auszuspionieren, aufzuzeichnen und an Dritte zu verschicken. Ziel ist es, dem User Werbung zuzuspielen, die ihn anspricht.

Auch wenn die Spyware (ebenso wie Adware) bei der Malware einzuordnen ist, gibt es noch einen bedeutenden Unterschied: weder Spyware noch Adware sind direkt schädlich für die Festplatte. Es handelt sich dabei um ein rein spionierendes Programm, das nichts kaputt macht. Das ist schon mal beruhigend. Andere Eigenschaften der Spyware greifen aber sehr in den persönlichen Lebensbereich ein und sind somit extrem störend. Schließlich möchte man sein Privatleben auch privat erhalten.

Allerdings ist es möglich, dass Spyware auf eine andere Art und Weise schadet. Sie erzeugt nämlich Sicherheitslücken, die sicherheitsrelevante Updates verhindern können.

Nutzer ausspionieren für individuelle Werbung

Fast jeder hat schon Erfahrung mit dieser gezielten Werbung, ahnt aber nicht, dass dafür oft das Nutzerverhalten im Internet beschattet wird. Wenn man z.B. im Internet nach neuen Schuhen schaut, würde man in den folgenden Wochen auf fast jeder Internetseite, die man betritt, Schuhwerbung finden. Ein anderer Nutzer, der nach Bohrmaschinen geschaut hat, würde speziell auf ihn abgestimmte Heimwerker-Werbung erhalten.

Firmen, die die Daten der Spyware nutzen, wollen ihren Umsatz steigern, in dem sie gezieltere Werbung schalten. Das gezielte Schalten von Werbung ist z.B. auch mit Google AdWords möglich, Spyware kann aber viel gezielter und individueller eingesetzt werden, geht dabei aber weit über die Grenzen des moralisch Vertretbaren hinaus.

Wie erkenne ich, dass mein Computer mit Spyware infiziert ist?

Wenn der Computer mit Schadprogrammen infiziert ist, merkt man das relativ schnell. Man muss bei der Spyware aber auf einige Vorgänge achten, die vielleicht nicht auf den ersten Blick auffallen:

  • Das Arbeitstempo des Computers verlangsamt sich, vor allem im Internet.
  • Der Computer stellt automatisch eine Verbindung zum Internet her, ohne dass man dies als Nutzer eingestellt hat.
  • Es werden automatisch Daten gelöscht, ohne dass der Nutzer dies beabsichtigt.
  • Die Firewall spielt verrückt und meldet immer wieder Programme, die sich mit dem Internet verbinden wollen.
  • Plötzlich wird Werbung geschaltet, die nichts mit der aufgerufenen Seite zu tun hat.
  • Bei besonders dreisten Spyware-Programmen erscheint plötzlich eine andere Startseite im Browser.
  • Ebenfalls werden die Favoriten im Browser geändert, man findet plötzlich Seiten, die man nie gespeichert hat.
  • Es wird automatisch Scareware auf dem Desktop gepostet, die zum Kauf von Antispyware verleiten soll.

Welche Möglichkeiten gibt es neben Antispyware Programmen, sich vor Spyware zu schützen?

Nicht nur die Antispyware Programme sind wichtig, um sich zu schützen, man sollte auch selbst aktiv werden und auf einiges achten:

  • Akzeptieren Sie Cookies nur selten und auf Seiten, denen Sie vertrauen.
  • Öffnen Sie nur Links in E-Mails, wenn Sie den Absender kennen und diesem vertrauen. Sollte Ihnen der Link trotz Bekanntschaft mit dem Absender verdächtig vorkommen, fragen Sie den Mailschreiber. Der Mailaccount könnte auch gehackt worden sein.
  • Nutzen Sie eine gute Firewall.
  • Installieren Sie nur Software, die Sie wirklich benötigen. Entfernen Sie unnötige Software von der Festplatte. Achten Sie bei der Löschung darauf, dass Sie auch wirklich alle Komponenten des Programmes entfernt haben. Oft bleiben nämlich einzelne Dateien zurück, die immer noch Schaden anrichten können.
  • Achten Sie auf die Nutzungsbedingungen eines Programms. Sollten „automatische Kommunikationsfunktionen“ oder Begriffe mit gleicher Bedeutung erwähnt werden, verzichten Sie auf eine Installation.
  • Sogenannte aktive Inhalte auf Webseiten (das sind Teile des Codes, die erst beim Laden der Seite ausgeführt werden) können ein Sicherheitsrisiko für den PC darstellen, daher sollte die Ausführung aktiver Inhalte in den Einstellungen des Browsers eingeschränkt werden. Wenn Sie sich dafür zu wenig auskennen, fragen Sie doch einfach einen Bekannten oder den Computerfachmann Ihres Vertrauens, denn nicht nur der Computer ist gefährdet, sondern auch das installierte Betriebssystem.
  • Achten Sie darauf, dass Ihr Betriebssystem immer auf dem neuesten Stand ist.
  • Achten Sie darauf, dass die Antispyware Programme, die Sie nutzen, immer aktuell sind (eines der meistgenutzten Antispy Programme ist der Windows Defender, über den Sie später noch mehr erfahren werden)

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