Damit das Phone auch smart wird: Apps programmieren

Smartphones und Tablet-PCs werden immer populärer. Alleine in Deutschland nutzen inzwischen rund 50 Prozent der Internet-User mobiles Internet. Dass diese Geräte so beliebt sind, liegt vor allem daran, dass sie über sogenannte Apps nahezu beliebig erweiterbar sind in ihrer Funktionsvielfalt. Hunderttausende von Apps können inzwischen in den gängigen App-Stores der einzelnen Anbieter heruntergeladen werden. Doch vielleicht geht es Ihnen wie vielen anderen Menschen auch, dass Sie mit den Zusatzinformationen „nur für Android oder Apple“ oder „WebApp“ bzw. „native App“ nur sehr wenig anfangen können.

Selbst in einfachen Handys gab es schon Apps

„Apps“ wird abgeleitet von Applications, also Anwendungen. Von regulärer Software ist sie am ehesten dadurch zu unterscheiden, dass es eine Erweiterung der Funktionen darstellt. Prinzipiell reicht die Geschichte der Apps und ihre Entstehung schon etwas weiter zurück. Schon auf herkömmlichen Handys finden sich die ersten Apps, kleine Anwendungen. Ob Rechner, Kalender oder kleines Handy-Game, all das sind Apps. Bei den herkömmlichen Mobilfunkgeräten basierten sie noch auf Java, einer Programmiersprache, die als Betriebssystemumgebung Anfang der 90er im Auftrag von Sun Microsystems entwickelt wurde; Apps programmieren von „jedermann“ war da noch nicht möglich. Der Vorteil ist, dass Java-Anwendungen mithilfe der JVM (Jaca Virtual Machine), die für alle Computersysteme kostenlos zur Verfügung gestellt wird, unabhängig vom Betriebssystem (auch OS von Operationsystem) laufen. Jedoch ging die App Entwicklung herstellerbedingt in unterschiedliche Richtungen.

Java, Objective-C und weitere Sprachen

So müssen Sie heute beim Apps programmieren die folgenden großen Betriebssysteme für Mobilgeräte unterscheiden: iOS von Apple, das Android OS von Google sowie Windows Phone von Microsoft. Bei Android bauen die Apps auf Java auf. Ein App Developer kann hier auf zahlreiche Libraries und Toolkits zurückgreifen, womit auch das Einbeziehen von Google Maps und anderen Google Services, aber auch von beispielsweise GPS-Daten schnell und unkompliziert erfolgt. Apple hingegen gilt als das Unternehmen, welches die Apps der breiten Masse nähergebracht hat. Wie das gesamte Betriebssystem von Apple PCs (Mac) anders aufgebaut ist, betrifft das auch die Sprache zum Apple Apps programmieren. Hier kommt Objective-C, C++ oder C selbst zum Einsatz, wobei die beiden erstgenannten Computersprachen auf dem in den 1960ern entwickelten C basieren. Als Besonderheit ist erwähnenswert, dass App Entwickler keine andere Sprache verwenden dürfen bei Apple. Damit will man erreichen, dass die Apps nicht anderweitig eingesetzt werden können.

Einige Betriebssysteme können vernachlässigt werden

Dann gibt es noch Microsofts Windows Phone. Hier gibt es das Problem, dass Microsoft zwischen Professional (berücksichtigt Touchscreens) und Standard (berücksichtigt keine Touchscreens) unterscheidet. Die Sprache selbst wird in Microsofts C# in der Umgebung .NET Compact Framework ausgeführt. Apps programmieren für Nokias Symbian oder der OS von RIM (Blackberry) hingegen erscheint nicht mehr sinnvoll, da diese Betriebssysteme langsam verschwinden. Außerdem können Apps als native App oder WebApp geschrieben werden, der Unterschied ist einfach zu verstehen: native Apps laufen nur unter dem angezielten OS, also beispielsweise für Apples iOS eine App in Objective-C. WebApps werden in HTML5, CSS und JavaScript geschrieben, entsprechend also einer normalen Webseite. Nachteil: nicht immer kommunizieren die APIs (Software-Schnittstellen) einwandfrei. Daher hatte beispielsweise Facebook seine App eben erst von WebApp auf Native App umgeschrieben. Erwähnenswert ist ebenso, dass die meisten Apps ihre Anwendung im privaten Umfeld finden. Nur ausgesprochen wenige renommierte IT-Unternehmen wie IT-Service-Provider ConSol bieten auch Enterprise-Lösungen, also innovative Apps für Unternehmen.

Weitere Links zum Thema

Offizielle Java Website mit Downloads
Programmiersprache C/C++

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