Worauf Sie bei der WLAN-Sicherheit achten sollten

Drahtlose Netzwerkverbindungen via WLAN sind eine praktische Sache: Nicht nur, dass das zeitaufwendige und oftmals von Hauswänden unterbrochene Verlegen von LAN-Kabeln endlich der Vergangenheit angehört, auch Tablet-PC’s oder Smartphones der neuesten Generation können sich sich für Ausflüge ins Internet mit wenigen Handgriffen im heimischen Netzwerk einloggen. Allerdings: Die kabellose Nutzung des World Wide Webs birgt auch einige ernstzunehmende Gefahren für den Verbraucher. Daher nun unsere Tipps, worauf Sie in puncto WLAN-Sicherheit achten sollten!

Privatpersonen haften für ihr eigenes Netzwerk

Wer die unendlichen Weiten des Internets über ein drahtloses Funknetzwerk erkunden möchte, sollte sich vorab effektiv gegen das Eindringen von fremden Personen absichern.

Bereits im Mai 2010 urteilte das Bundesverfassungsgericht, dass Anwender für über ihr eigenes WLAN begangene Straftaten von Kriminellen oder heimlich angemeldeten Nachbarn selbst haften, insofern dieses zum Zeitpunkt der Tat nicht ausreichend verschlüsselt war. Auch wenn viele PC-Besitzer diesen Arbeitsvorgang oftmals als „völlig übertrieben“ und zeitaufwendig abstempeln: Für den Bereich der WLAN-Sicherheit sollte man sich definitiv etwas Zeit nehmen.

Besonders wichtig: Bei einer Verschlüsselung des WLAN-Netzwerks sollten sich Anwender nur auf die als sicher eingestufte WPA2-Verschlüsselung verlassen, veraltete Verfahren wie WEP und WPA sollten hingegen aufgrund von deutlich höheren Sicherheitsrisiken gänzlich vermieden werden. Auch ein gutes Passwort gilt für eine zuverlässige Verschlüsselung als unumgänglich: Fantasiewörter mit über zehn Zeichen, sowie darin enthaltene Zahlen, Sonderzeichen oder Groß- und Kleinschreibung leisten in der Regel treue Dienste.

Oftmals ein Trugschluss: WLAN-Sicherheit unterwegs

Dank mobiler Hotspots lassen sich mittlerweile auch unterwegs schnelle Einkäufe im Internet erledigen, E-Mails versenden oder Aktienkurse abrufen. Doch Vorsicht: Kriminelle Gauner haben es hier besonders leicht, an wertvolle Kundendaten und Informationen zu gelangen, da diese bei einer nicht verschlüsselten Verbindung sprichwörtlich greifbar durch die Luft umherschwirren.

Als wichtige Faustregel gilt: Online-Einkäufe oder ähnliche sensible Aktivitäten sollten daher an einem vertrauenswürdigeren Ort getätigt werden, alternativ ist hier die Nutzung von sicheren Verbindungen im jeweiligen Webbrowser (erkennbar am Kürzel „https“), sowie die Installation einer zuverlässigen Firewall zu empfehlen. Auch die oftmals hoch angepriesene WLAN-Sicherheit im Hotel kann trügerisch sein: Hier surfen Verbraucher in der Regel zwar über ein gesichertes Netzwerk, sämtliche anderen Hotelgäste nutzen dieses allerdings auch.

Wer das Problem der WLAN-Sicherheit bei einem etwaigen Angriff durch Hacker nun charmant auf den Anbieter des einzelnen Hotspots abwälzen möchte, befindet sich übrigens auf dem Holzweg: Bereits Anfang 2011 entschied das Landgericht Frankfurt, dass es in Schadensfällen keinerlei generelle Haftung für kommerzielle HotSpot-Betreiber gäbe, insofern diese entsprechende Vorkehrungen zur Absicherung vorweisen können.

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